In fast jedem EU-Land folgt die erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) für Online-Händler einem einfachen Muster: ein Land, ein Verpackungssystem, eine Meldung. Aus Deutschland kennen Sie genau das – eine Registrierung im LUCID-Register, eine Mengenmeldung nach acht Materialarten, eine Rechnung vom dualen System. Spanien, Italien und die Niederlande funktionieren, lokale Eigenheiten hin oder her, nach demselben Prinzip.
Frankreich nicht. Die französische EPR – dort REP genannt, für responsabilité élargie du producteur – ist nach Produktströmen organisiert, nicht nach Land. Jeder Strom ist eine Filière (wörtlich etwa „Strang“ oder „Zweig“): mit eigener staatlich zugelassener Öko-Organisation (éco-organisme) – im Folgenden Eco-Organisme –, eigener Registrierungsnummer, eigenem Tarifraster und eigenem Meldekalender. Und die Filière bestimmt sich danach, was das Produkt ist – nicht danach, wie es verpackt ist. Eine einzige E-Commerce-Bestellung – ein Akku-Gerät, die Batterie darin, der Karton drumherum – kann drei Filières zugleich berühren, also drei Registrierungen und drei getrennte Meldungen. Händler, die annehmen, ihre CITEO-Verpackungsregistrierung decke „Frankreich“ ab, decken in der Regel eine von drei oder vier Filières ab.
Was eine Filière eigentlich ist
Eine Filière REP ist eine gesetzlich definierte Produktkategorie mit einem eigenen System der Herstellerverantwortung. Für jede lässt der französische Staat einen oder mehrere Eco-Organismes zu – private Träger, die die Umweltbeiträge (éco-contributions) einziehen und Sammlung und Recycling organisieren. Mit der Registrierung bei einem Eco-Organisme erhalten Sie eine IDU-Nummer (identifiant unique), die eindeutige Kennung im SYDEREP-Register der Umweltbehörde ADEME. Entscheidend: Die IDU gilt pro Filière – eine Verpackungs-IDU sagt nichts über Textilien oder Elektronik aus. Wo das deutsche Verpackungsrecht eine einzige Registerpflicht kennt, gibt es in Frankreich eine Register-Logik pro Produktstrom.
Die offizielle Liste der ADEME zählt derzeit 19 Filières: Haushaltsverpackungen und grafische Papiere; gewerbliche Verpackungen; Elektro- und Elektronikgeräte; Batterien; Möbel; Textilien, Haushaltswäsche und Schuhe; Heimwerker- und Gartenartikel; Sport- und Freizeitartikel; Spielzeug; Bauprodukte; Einweg-Sanitärtextilien; chemische Produkte; Reifen; Schmieröle; nicht verwendete Arzneimittel; spitze und scharfe Medizinprodukte; Tabakprodukte; Sport- und Freizeitboote; und Fahrzeuge.
Niemand verkauft in alle 19. Die meisten Online-Händler fallen in eine bis vier – und genau dabei soll dieser Leitfaden helfen: herauszufinden, welche. Denn jede übersehene Filière ist ein eigenes Risiko.
Die fünf Filières, auf die es im grenzüberschreitenden E-Commerce ankommt
1. Haushaltsverpackungen und grafische Papiere (EMPAP)
Die Filière, die jeden betrifft: Wer irgendetwas an französische Haushalte versendet, dessen Verpackung fällt hierunter. Zugelassen sind CITEO, ADELPHE und LEKO; die Beiträge richten sich nach Materialzusammensetzung und Gewicht der Verpackung. Wer von LUCID kommt, dem kommt das zunächst vertraut vor – zwei Punkte werden trotzdem oft übersehen. Erstens behandelt die ADEME Haushaltsverpackungen und grafische Papiere als eine Filière: gedruckte Kataloge und Papier laufen mit Ihren Kartons mit. Zweitens sind Verpackungen für gewerbliche Kunden eine eigene Filière (EPRO), deren Start Berichten zufolge auf den 1. Januar 2027 verschoben wurde. Den Verpackungsstrom behandeln wir ausführlich in unserem CITEO-Leitfaden (Englisch).
2. Textilien, Haushaltswäsche und Schuhe (TLC)
Ein einziger Eco-Organisme: Refashion. Die Gebührenstruktur hat mit Verpackungen nichts gemein: Abgerechnet wird pro Stück, und der Satz hängt von der Produktlinie ab, gekreuzt mit dem rayon – grob gesagt: für wen der Artikel gedacht ist (Herren, Damen, Kinder) und, bei Schuhen, die Größe. Das Raster für 2026 umfasst rund 100 Produktlinien. Nach dem detaillierten Tarif 2026 kostet ein Herren-T-Shirt 0,0396 € pro Stück; Händler unter 5.000 Stück pro Jahr dürfen stattdessen eine vereinfachte Pauschale nutzen – allerdings zu 0,5799 € pro Stück für Bekleidung, rund das Fünfzehnfache des T-Shirt-Satzes. Die Strafe fürs Nicht-Klassifizieren ist ins System eingebaut. Auf die Rechnung von Refashion kommen außerdem 30 € Verwaltungspauschale und eine ADEME-Abgabe. Das komplette Raster schlüsseln wir in unserer Refashion-Analyse auf.
3. Elektro- und Elektronikgeräte (EEE / DEEE)
Alles, was auf elektrischen Strom angewiesen ist – ein Stecker, ein Schaltkreis, ein verbauter Akku – gehört hierher. Zugelassene Eco-Organismes: Ecologic, ecosystem und SOREN für Photovoltaikmodule. Abgerechnet wird pro Einheit, nach Gerätekategorie – und die Kategorieraster sind granular: Der Haushaltstarif 2026 von Ecologic umfasst 118 Gerätetypen mit 314 Tarifcodes, und rund zwei Drittel dieser Codes werden über ein gemessenes Band ausgewählt – Gewicht, Liter Fassungsvermögen oder Bildschirmzoll. Elektronik in Frankreich zu melden heißt also nicht nur zu wissen, dass ein Produkt elektrisch ist, sondern auf welcher Zeile des Rasters es steht.
4. Batterien (BAT)
Batterien schulden ihren eigenen Umweltbeitrag – ob einzeln verkauft oder in ein Produkt eingebaut. Die Eco-Organismes sind BATRIBOX und ecosystem (dazu Recycler Mon Véhicule (RMV) für eine Fahrzeugbatterie-Kategorie). Die Beiträge richten sich nach Batteriekategorie und Batteriegewicht – und die Kategorie zählt mehr als die Chemie: Im BATRIBOX-Raster 2026 kann dieselbe Chemie in einer Kategorie rund das Vierzehnfache einer anderen kosten, und eine Kategorie wird pro Einheit statt pro Kilo abgerechnet. Es zählt das Gewicht der Batterie, nicht des Produkts: Ein 2-kg-Akkubohrer mit einem 320-g-Akkupack meldet 0,32 kg. Wer das Gewicht des Geräts meldet, zahlt ein Mehrfaches zu viel – ohne dass irgendeine Summe falsch aussähe.
Ein ehrlicher Hinweis: Diese Filière hat sich zuletzt stark bewegt – aus Screlec wurde im Januar 2025 BATRIBOX, und Corepile wurde 2025 von ecosystem übernommen. Viele Ratgeber im Netz nennen noch Eco-Organismes, die es gar nicht mehr gibt. Prüfen Sie das Datum von allem, was Sie lesen – Tarif-PDFs eingeschlossen.
5. Möbel (EA)
Éléments d’ameublement umfasst Möbel und Bettwaren – mit Ecomaison für den Haushaltsbereich, Valdelia für das Profisegment und VALOBAT als weiterem zugelassenen Eco-Organisme. Das ist die komplexeste Tarifstruktur der fünf: Der Beitrag ist eine Funktion mehrerer Variablen zugleich – Gewicht, Abmessungen, Volumen und Materialien. Ecomaison stellt eigens einen Produktcode- und Tarifgenerator bereit, weil sich das Raster nicht in einer Tabelle zusammenfassen lässt. Wer Möbel nach Frankreich verkauft, sollte für die Klassifizierung ernsthaft Zeit einplanen.
Die zweite Reihe: Spielzeug, Sport und Freizeit, Heimwerkerbedarf
Drei weitere Filières treffen viele gemischte E-Commerce-Sortimente: Spielzeug (JOUET, betrieben von Ecomaison – siehe unseren Leitfaden zur Spielzeug-EPR bei Ecomaison), Sport- und Freizeitartikel (ASL, betrieben von Ecologic) und Heimwerker- und Gartenartikel (ABJ, je nach Artikel aufgeteilt auf ECODDS, Ecologic, Ecomaison und VALOBAT). Wer „von allem etwas“ verkauft, findet hier die üblichen Überraschungspflichten – und, wie der nächste Abschnitt zeigt, die spannenden Grenzfälle zur Elektronik.
Auch die Tariflogik wechselt hier erneut: Das ASL-Raster 2026 von Ecologic rechnet pro Einheit ab – ein Betrag je Tarifcode, gewählt über ein Band, fast immer das Produktgewicht, nur Fahrräder werden nach Preisband eingestuft –, während das ABJ-Raster 2026 von Ecomaison für Heimwerker- und Gartenartikel pro Tonne Produkt abrechnet, nach Produktfamilie gekreuzt mit dem dominierenden Material. Unterschiedliche Einheiten, dieselbe Hürde: Beide brauchen das Produktgewicht – ein Feld, das die meisten E-Commerce-Kataloge nicht führen.
Ein Produkt, mehrere Filières: wie die Überschneidungen funktionieren
Die Überschneidungen sind kein Randfall, sondern der Normalzustand einer E-Commerce-Bestellung. Die Regeln, die Sie kennen sollten:
- Verpackung kommt immer obendrauf. In welche Filière Ihr Produkt auch fällt – seine Verpackung wird separat unter EMPAP gemeldet. Ein Kleid ist TLC plus Verpackung; eine Lampe ist EEE plus Verpackung. Mindestens zwei, immer.
- Verbaute Batterien kommen ebenfalls obendrauf. Ein Produkt mit eingebauter Batterie schuldet unter EEE und unter BAT – beides, so gewollt, an unterschiedliche Eco-Organismes mit unterschiedlichen Rastern. Die Bestellung aus der Einleitung – Akku-Gerät im Karton – bedeutet wirklich drei Meldungen.
- Strom verschiebt Produkte zwischen Filières. Ein elektrisches Spielzeug ist nicht JOUET – der Spielzeug-Geltungsbereich von Ecomaison schließt Spielzeug, das unter das DEEE-System fällt, ausdrücklich aus, und Ecologic bepreist elektrisches Spielzeug im eigenen Raster. Ebenso sind E-Bikes und E-Scooter EEE, keine Sportartikel: Die ASL-Filière deckt nicht motorisierte Fahrräder und Kleinfahrzeuge zur persönlichen Mobilität ab. Der Ausschluss gilt aber für den motorisierten Artikel selbst, nicht für sein Zubehör – ein Helm ist ASL, auch wenn sein Besitzer E-Bike fährt.
- Manche Grenzen sind schlicht ungeklärt. Elektrische Heimwerkermaschinen sind das deutlichste Beispiel: Das EEE-Raster von Ecologic bepreist Bohrmaschinen, Heckenscheren und Mähroboter, während die ABJ-Dokumentation ihre eigenen Kategorien als thermisch oder nicht-elektrisch beschreibt – den Ausschluss aber nirgends ausspricht. Wo die Dokumente eine Lücke lassen, ist die sichere Richtung, weiter zu melden, statt eine Pflicht stillschweigend fallen zu lassen: Zu wenig zu deklarieren ist der Fehlermodus, auf den die Aufsicht zielt.
- Und manche Produkte fallen in gar keine Filière. Eine dekorative Gartenstatue schuldet niemandem etwas. „Außerhalb des Geltungsbereichs“ ist eine legitime Antwort – sie sollte nur eine geprüfte Antwort sein, keine erhoffte.
Die IDU: eine Nummer pro Filière – und die Marktplätze prüfen
Hier bekommt die Filière-Struktur Zähne. Artikel L. 541-10-9 des französischen Umweltgesetzbuchs macht Marktplätze – Amazon, Cdiscount, ManoMano, Fnac – mitverantwortlich: Sie müssen prüfen, dass jeder Drittanbieter für die einschlägigen Filières eine gültige IDU hält. Hat er keine, wird die Plattform selbst zum Hersteller – und Plattformen lösen diese Art Haftung so, wie sie es immer tun: durch das Sperren von Angeboten. Obendrauf kommt ein Bußgeld von bis zu 30.000 € pro fehlender IDU, pro Filière.
Lesen Sie das genau: Ein Händler, der in drei Filières aktiv ist und sich nur für Verpackungen registriert hat, ist nicht „größtenteils konform“ – er trägt zwei getrennte Risiken, jedes mit eigenem Bußgeld und eigenem Sperrungsrisiko. Und das zielt direkt auf grenzüberschreitende Händler: Unsere Auswertung des öffentlichen Herstellerregisters der ADEME ergab, dass rund 69 % der Registrierungen auf Unternehmen ohne Sitz in Frankreich entfallen.
Nicht in Frankreich niedergelassen? Dann brauchen Sie zusätzlich einen Mandataire
Seit dem 10. Juli 2026 verpflichtet das Gesetz Nr. 2026-602 jeden Hersteller ohne Niederlassung in Frankreich – ob in der EU ansässig oder nicht, ein deutscher Firmensitz genügt also nicht –, per schriftlichem Mandat einen in Frankreich niedergelassenen Mandataire zu benennen; die Pflicht gilt horizontal über die Filières hinweg. (Ein EU-Vorschlag, die parallele Bevollmächtigten-Pflicht aus Art. 45 der PPWR für EU-Unternehmen auszusetzen, ist noch nicht angenommen – und das französische Gesetz ist nationales Recht und gilt unabhängig davon.) Das Thema verdient einen eigenen Artikel, und es hat einen: Frankreichs neue Mandataire-Pflicht, erklärt. Die Kurzfassung: Die Filière-Zuordnung in diesem Leitfaden sagt Ihnen, was gemeldet werden muss; die Mandataire-Regel bestimmt, wer hinter diesen Meldungen stehen darf, wenn Sie keine französische Gesellschaft haben.
Was Sie konkret tun sollten
- Ordnen Sie Ihren Katalog den Filières zu. Produkt für Produkt, nicht Shop für Shop: Was der Artikel ist, bestimmt die Filière – und denken Sie daran, was sich stapelt: Verpackung immer, Batterien wenn verbaut, EEE sobald ein Stecker oder ein Schaltkreis im Spiel ist.
- Gleichen Sie Ihre Registrierungen mit dieser Landkarte ab. Eine bestehende CITEO-IDU deckt genau eine Filière ab. Listen Sie die IDUs, die Sie halten, listen Sie die Filières, die Sie berühren, und behandeln Sie jede Lücke als dringend – Marktplätze prüfen Nummern, nicht Absichten.
- Bringen Sie die Zahlen in Ordnung – pro Filière. Jedes System will andere Daten: Stückzahlen nach Produktlinie und rayon für Textilien, Einheiten nach Gerätekategorie (oft nach Größenband) für Elektronik, Batteriekilos nach Kategorie, Verpackungsgewichte nach Material. Nichts davon lässt sich aus einem Umsatzbericht ableiten; es muss aus Ihren Katalog- und Verkaufsdaten kommen.
- Behalten Sie die Kalender getrennt im Blick. Jeder Eco-Organisme fährt seinen eigenen Meldeplan. Vier Filières heißt vier Kalender – nicht eine französische Frist.
Genau für dieses Problem ist Pack Declare gebaut: Wir ordnen Ihre Produkte den französischen Filières zu, berechnen aus Ihren echten Shopify-, WooCommerce- oder Amazon-Verkaufsdaten die Zahlen, die jeder Eco-Organisme erwartet – auf Basis offiziell veröffentlichter Tarife, gekennzeichnet, wo ein Satz noch nicht verifiziert ist – und halten Registrierungen und Fristen an einem Ort zusammen. Frankreich hört auf, neunzehn Rätsel zu sein, und wird eine Checkliste.
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Häufig gestellte Fragen
Wie viele EPR-Filières hat Frankreich?
Rund neunzehn. Die französische EPR – REP, für responsabilité élargie du producteur – ist nach Produktströmen organisiert statt nach Land, und jeder Strom ist eine Filière mit eigenen zugelassenen Eco-Organismes, eigener Registrierungsnummer, eigenem Tarifraster und eigenem Meldekalender.
Was ist eine Filière REP?
Eine gesetzlich definierte Produktkategorie mit eigenem System der Herstellerverantwortung. Für jede lässt der französische Staat einen oder mehrere Eco-Organismes zu – private Träger, die die Umweltbeiträge einziehen und Sammlung und Recycling organisieren. Die Registrierung bei einem davon ergibt eine IDU-Nummer im SYDEREP-Register der ADEME.
Deckt meine CITEO-Verpackungsregistrierung alle französischen EPR-Pflichten ab?
Nein. Die IDU wird pro Filière vergeben; eine Verpackungsregistrierung sagt nichts über Textilien, Elektronik oder Spielzeug aus. Händler, die annehmen, CITEO decke Frankreich ab, decken in der Regel eine der drei oder vier Filières ab, die ihr Sortiment tatsächlich berührt.
Kann ein Produkt unter mehrere Filières zugleich fallen?
Ständig. Verpackung kommt immer zur jeweiligen Produkt-Filière hinzu – ein Kleid ist Textil plus Verpackung. Verbaute Batterien kommen ebenfalls hinzu: Ein Produkt mit eingebauter Batterie schuldet sowohl unter der Elektro- als auch unter der Batterie-Filière, an unterschiedliche Eco-Organismes mit unterschiedlichen Rastern.
Welche französischen Filières sind für den grenzüberschreitenden E-Commerce am wichtigsten?
Fünf tragen das meiste Volumen: Haushaltsverpackungen und grafische Papiere, Textilien und Schuhe, Elektro- und Elektronikgeräte, Batterien und Möbel. Spielzeug, Sport- und Freizeitartikel sowie Heimwerker- und Gartenartikel bilden die zweite Reihe für Händler in diesen Kategorien.
Warum wird ein elektrisches Spielzeug nicht unter der Spielzeug-Filière gemeldet?
Weil Strom Produkte zwischen Filières verschiebt. Der Spielzeug-Geltungsbereich von Ecomaison schließt Spielzeug, das unter das Elektroaltgeräte-System fällt, ausdrücklich aus, und Ecologic bepreist elektrisches Spielzeug im eigenen Raster. Nach derselben Logik sind E-Bikes und E-Scooter Elektrogeräte, keine Sportartikel.
Was ist eine IDU, und warum fragen Marktplätze danach?
Der identifiant unique ist die Registrierungsnummer im SYDEREP-Register der ADEME, vergeben pro Filière. Französisches Recht macht Marktplätze mitverantwortlich: Sie müssen prüfen, dass Drittanbieter für die von ihren Produkten berührten Filières eine gültige IDU halten – andernfalls wird die Plattform selbst zum Hersteller.
Kann ein Produkt unter gar keine französische Filière fallen?
Ja. Eine dekorative Gartenstatue schuldet niemandem etwas. „Außerhalb des Geltungsbereichs“ ist eine legitime Antwort – sie sollte aber geprüft sein und nicht bloß erhofft, denn zu wenig zu deklarieren ist der Fehlermodus, auf den die französische Aufsicht zielt.
Weiterlesen: Frankreichs neue Mandataire-Pflicht für ausländische Händler · Refashion-Textilgebühren, Zeile für Zeile · CITEO und die französische Verpackungs-EPR für Online-Händler (Englisch)